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Keltischer Lebensbaum

Der keltische Baum des Lebens wird auf irisch auch als keltischer Weltenbaum, irischer Baum des Lebens oder Crann Bethadh genannt. Er ist ein keltisches Symbol, das eine Eiche mit nach oben reichenden Ästen mit einem Netzwerk von Wurzeln darstellt, die normalerweise durch einen verwobenen keltischen Knoten verbunden sind.

Als beliebtes Design wird der keltische Lebensbaum häufig in Anhängern, Eheringen und anderen keltischen Silber- und Goldschmuck eingearbeitet.

 

Keltischer Lebensbaum Ursprung

Der Baum des Lebens ist ein wiederkehrendes Bild, das in vielen Kulturen auf der ganzen Welt zu finden ist. (Foto: © Molfes via Canva)

Das Symbol des Lebensbaums findet sich in vielen Kulturen und Religionen auf der ganzen Welt wieder.

Es scheint sicher, dass die keltischen Menschen weder die ersten noch die einzigen waren, die dieses Symbol des Baumes sehr schätzten.

Einige der frühesten Beispiele für den Ursprung des Lebensbaums gehen auf Schnitzereien aus dem alten Mesopotamien zurück.

Auch andere Kulturen betrachteten den Baum des Lebens als zentral für ihren Glauben.

In der vorislamischen persischen Mythologie ist der Weltbaum Gaokerena (oder weißer Haoma) für die Produktion aller Samen verantwortlich.

Die chinesische Mythologie bezieht den Baum des Lebens auch in eine taoistische Geschichte ein. Ein Drache liegt am Fuß des Baumes, während ein Phönix an der Spitze steht. Unsterblichkeit wird jedem gewährt, der die magische Pfirsichfrucht isst, die alle 3000 Jahre einmal produziert wird.

Auch im Christentum spielt ein Baum eine zentrale Rolle: in der Geschichte von Adam und Eva im Garten Eden.

Es ist jedoch wahrscheinlich die nordische Kultur, die den größten Einfluss auf die Genese des keltischen Baum des Lebens hatte.

Es ist durchaus möglich, dass das Konzept von Yggdrasil die Inspiration hinter dem keltischen Symbol Baum des Lebens ist. Yggdrasil ist in der nordischen Mythologie der Weltenbaum, der die neun Welten zusammenhält. 

 

Die Bedeutung von Bäumen in der keltischen Kultur

Stechpalme, Hasel und Eibe waren einige der anderen heiligen Bäume in der keltischen Kultur. Fotos via Canva: Links: Stechpalme (Foto: © AlbertMi), Mitte: Hazel (Foto: © LianeM), Eibe (Foto: © 153photostudio)

Um die Bedeutung hinter dem keltischen Lebensbaum vollständig zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, wie wichtig Bäume in der keltischen Kultur im Allgemeinen waren.

Das Leben der Kelten drehte sich um die Natur.

Bäume waren eine lebenswichtige Ressource und lieferten Nahrung, Medizin und Holz. Die keltischen Überzeugungen identifizierten Bäume nicht nur als physische Ressourcen, sondern auch mit einer bedeutenden spirituellen Bedeutung.

Nach dem alten irischen Gesetz (Brehon Law) sorgten die Iren dafür, dass Bäume gut geschützt waren und jeder Vandalismus zu einer hohen Zahlung an den Eigentümer des Baumes führen würde.

Bäume wurden im Brehon Law in vier Wichtigkeitsstufen eingruppiert: Lords of the Wood (Aigrig Fedo); Bürger des Waldes (Aithig Fedo); Untere Abteilungen des Waldes (Fodla Fedo) und Büsche des Waldes (Losa Fedo).

Ein Verstoß gegen einen der Bäume aus der Gruppierung Lords of the Woods (Eiche, Hasel, Stechpalme, Eibe, Esche, Waldkiefer und wilder Apfelbaum) resultierte in der Zahlung von zwei Milchkühen und einem Kalb plus eventueller weiterer Entschädigungen (je nach begangener Tat).

Die Höhe des Bußgeldes war abhängig von der Jahreszeit. Wenn es während der Wachstumsperiode des Baums passierte (und nicht während der Vegetationsruhe), war die Geldbuße aufgrund der erhöhten Wahrscheinlichkeit von Schäden (z. B. Fäulnis oder Krankheit), höher.

Interessanterweise gibt es keine schriftlichen Belege über Verstöße gegen die Lord of the Woods-Bäume. Wahrscheinlich kam ein Verstoß, gebrandmarkt als schreckliche Tat, sehr sehr selten vor.

(Für weitere faszinierende Einblicke in Bäume im frühen Irland lies diesen Artikel von Fergus Kelly.)

 

Eichen in der keltischen Kultur

Eichen waren die heiligsten aller Bäume in der keltischen Kultur. (Foto: © pejft via Canva)

Die Eiche, auf irisch dair, galt bei den Kelten als ein sehr wertvoller Baum. Sie war sowohl als Ressource als auch als keltisches Baum Symbol, das eine Verbindung zur Anderswelt darstellte, wichtig für die Kelten.

Das langsam wachsende Holz der Eiche war nützlich für den Bau robuster Zäune und Gebäude, wie zum Beispiel das Dairtheach (Eichenhaus) in keltischer Zeit.

Eichen lieferten auch Eicheln, eine willkommene Nahrungsquelle, wahrscheinlich für den menschlichen Verzehr, sowie Futter für Schweine und andere Nutztiere.

Aus der Rinde gewonnene Farbstoffe wurden auch zum Gerben von Leder verwendet.

 

 

Der Name „Druide“ stammt möglicherweise vom Wort „dair“ für Eiche. Keltische Druiden waren hochgeschätzte Personen in der keltischen Kultur. Für ihre Mitmenschen waren sie vor allem für Ihre Heilkunst verehrt und hatten besonders starke Verbindungen zu dieser Baumart.

Eichenhaine waren vor allem für die keltischen Druiden verehrte Orte der Anbetung und heilige Stätten für Rituale. Eichen waren auch ein guter Ort, um in ihrer Nähe Misteln zu finden. Die Mistel war die allerheiligste Pflanze für die keltischen Druiden. Sie glaubten, dass sie besondere Kräfte besäße.

Keltische Siedlungen wurden auch in der Nähe eines zentralen Baums errichtet, oft einer Eiche, die als Mittelpunkt für die Gemeinde oder als „Baum des Lebens“ diente.

Diese Verbindung zur Eiche ist noch heute in der irischen Kultur und Geschichte zu sehen.

Die irischen und später anglisierten Ortsnamen lassen sich auf die Ursprünge der Eiche zurückführen. Zum Beispiel kommt Derry von Daoire (Eichenwald), Kildare von Cill-dara (Kirche der Eiche) und Adare von Ath-dara (Furt der Eiche).

Bäume fungierten im keltischen Glaubenssystem als Portale zur Anderswelt und es wurde angenommen, dass sie die Heimat ihrer Vorfahren waren. Bäume konnten angerufen werden, um bei der Bewachung und dem Schutz vor bösen Geistern zu helfen.

 

Keltischer Lebensbaum Bedeutung

Die Kelten waren sehr im Einklang mit den natürlichen Kreisläufen von Pflanzen und Tieren. (Foto: © Falombini via Canva)

Was bedeutet der keltische Lebensbaum?

Die keltische Tradition, Wissen von einer Generation zur nächsten zu übertragen, fand mündlich statt. Aufgrund dieser Oraltradition ist ein Großteil der Bedeutung, die die Kelten mit Bäumen und ihrer Kultur im Allgemeinen verbinden, im Laufe der Zeit verloren gegangen oder verändert worden.

Verschiedene Deutungen oder Interpretationen vom keltischen Lebensbaum wurden vorgeschlagen. Diese sind jedoch oftmals schwer herzuleiten.

Eine der bekanntesten Ideen ist, dass der keltische Baum des Lebens eine Eiche ist, die die Welt des Himmels mit der Erde verbindet und so Gleichgewicht und Harmonie in die Welten bringt.

Keltischer Lebensbaum Bedeutung spirituell: Der keltische Lebensbaum wird meist mit ausgestreckten Ästen, einem stabilen Stamm und ausgedehnten Wurzelsytem, das in die Erde eingebettet ist, dargestellt. Dieser Lebensbaum ist in einem Kreis eingebettet, der ein Kontinuum symbolisiert.

Diese Bedeutung ergänzt den natürlichen Zyklus von Geburt, Tod und Wiedergeburt, der für den keltischen Lebenskreis sehr zentral gewesen war.

Die Kelten waren sich des Jahreszyklus der Eichen sehr wohl bewusst.

Der Frühling kündigt die Blattknospen an, der Sommer ist eine Wachstumsperiode, gefolgt vom Abwurf der Blätter im Herbst und den kahlen Bäumen im Winter. Dieser Kreislauf wird zyklisch wiederholt.

Eicheln galten wahrscheinlich bei den Kelten als wertvolle Nahrungsquelle. (Foto: © Anyka via Canva)

 

Keltischer Lebensbaum Symbol

Was symbolisiert der Baum des Lebens?

Zweifellos ist der keltische Lebensbaum ein Symbol für Weisheit, Langlebigkeit und Stärke.

Eichen haben die Fähigkeit, mehrere hundert Jahre alt zu werden und beständig zu wachsen, solange die richtigen Umweltbedingungen vorhanden sind.

Da die Kelten glaubten, dass Bäume mit ihren Vorfahren verbunden sind, glaubten sie auch, dass Bäume, die eine lange Zeit leben, auch enorme Mengen an Wissen angesammelt haben. Aus diesem Grund werden Eichen mit Weisheit und Langlebigkeit in Verbindung gebracht.

Holz von der Eiche ist stark und viel schwerer und dichter als andere Weichhölzer. Diese Eigenschaft der Eiche ist einer der Gründe, warum sie ein sehr begehrtes, hochwertiges Baumaterial war.

 

Keltischer Lebensbaum Knoten

Der keltische Baum des Lebens oder Crann Bethadh soll Gleichgewicht und Harmonie zwischen den Welten bringen. (Foto: © John Holland, Symbol: Hamsterhouse und DAPA, beide via Canva)

Während es viele Variationen des keltischen Lebensbaum Designs gibt, enthält die traditionelle Darstellung des Designs einen Eichenbaum mit den verwobenen Wurzeln und Ästen, die ein Flechtmuster aus keltischem Knotenwerk in einem Kreis um den Baum bilden.

Sehr oft wird dieses Design ohne einen echten Anfangs- oder Endpunkt in der Knotenarbeit gezeigt. Dies kann als Symbol für Einheit und Einheit angesehen werden. Es ist jedoch wahrscheinlich eine moderne Interpretation des Designs.

Andere Variationen dieses keltischen Baum des Lebens-Designs verbinden die Wurzeln und Äste nicht mit Knoten.

Wenn man sich keltische Baum Symbole ansieht, taucht die Eiche wieder in Form des Dara-Knotens auf, der oft als das keltische Symbol für Stärke angesehen wird.

 

Keltischer Lebensbaum Tattoo

Seit kurzem ist der keltische Lebensbaum auch zu einem begehrten keltischen Design für Tattoos geworden. Falls du dich für keltischer Lebensbaum Tattoo Vorlagen interessierst, können wir dir dieses Buch von Aidan Meehan empfehlen:

In diesem Buch findest du Tattoo Design Beispiele und Baum Tattoo Ideen. Auch wenn es in dem Buch nicht vorrangig um Tattoos geht, findest du hier viele Celtic tree of life Tattoo Designs Anregungen für dein persönliches Lebensbaum Tattoo. Möchtest du etwas mehr zum Thema ‘keltischer Lebensbaum Tattoo Bedeutung’ erfahren? Dann lies hier weiter für eine Einführung und schau in den beiden Büchern für eine tiefergehende Erläuterung nach.

Die Popularität des Symbols ist nicht verwunderlich. Jenseits der rein ästhetisch ansprechenden Erscheinung dieses keltischen Symbols liegt eine viel tiefere Bedeutung, die über Jahrtausende zurückverfolgt werden kann.

Als kurze Anmerkung: Bitte sei dir bewusst, dass es online viele falsche Informationen über das keltische Symbol Lebensbaum gibt. Wir versuchen hier, die wenigen akkuraten Informationen, die es dazu gibt (die Kelten haben fast keine schriftliche Quellen hinterlassen), nach besten Gewissen wiederzugeben. Wir werden auch nicht in esoterische Gefilde (z. B. keltisches Baumhoroskop – welcher Baum passt zu mir? etc.) eintauchen.

 

Häufig gestellte Fragen

 

Gibt es eine authentische Version des keltischen Lebensbaum Knotens?

Der alte keltische Baum des Lebens ist auf vielen verschiedenen keltischen Designs zu sehen. Von keltische Lebensbaum Tattoos, über keltische Lebensbaum-Halsketten bis hin zu Claddagh-Ringen, keltischen Kreuzen usw. ist der keltische Lebensbaum sehr präsent als Symbol in irischem Schmuck und Design. Tipp: Auf Etsy.com gibt es z. T. richtig schöne handgefertigte Unikate von dem Lebensbaum.

Teilweise aufgrund seiner Popularität sind derzeit viele verschiedene Versionen des Designs erhältlich, von denen einige stilisierter sind als andere.

Obwohl es keine authentische Version dieses Lebensbaum-Symbols mit keltischem Knoten gibt, glauben wir, dass das Bild oben in diesem Artikel eine gute Darstellungen ist.

 

Wo kann ich mehr über keltische Symbole erfahren?

In unserem Artikel Keltische Symbole erfährst du mehr über die verschiedenen alten Symbole und ihre Bedeutung. Wir sagen dir auch, welche Symbole authentische keltische Symbole sind und welche moderne Erfindungen sind. Gibt es z. B. ein keltisches Symbol für Familie? Diese und weitere Fragen zu keltischen Symbole beantworten wir hier.

 

Wo finde ich Beispiele für andere keltische Knoten?

Dieser Artikel über keltische Knoten und Bedeutungen gibt einen guten Überblick über die wichtigsten keltischen Knoten, einschließlich des Trinity-Knotens, des keltischen Liebesknotens und vielen weiteren keltischen Knoten. Weitere Informationen zu irischen Symbolen findest du hier.

 

Was ist der Ursprung des keltischen Baumhoroskops?

Das keltische Baumhoroskop ist eine Erfindung des Briten Robert Graves, der scheinbar willkürlich einen keltischen Baumkalender (auch als Keltischer Baumkreis oder Lebensbaumkreis bekannt) entwickelt hat.

Es gibt keine wissenschaftlich belegten Quellen, die zeigen, dass die Kelten ein Baumhoroskop oder einen keltischen Baumkreis genutzt haben.

Wir würden dem keltischen Baumhoroskop deswegen keinerlei keltischen Ursprung beimessen (genauso ist auch der keltische Baumkreis eine moderne Erfindung)  sondern es als ein Neopaganismus-Horoskop ohne jedwede wissenschaftliche Basis ansehen.

In unserem Artikel Keltische Symbole erfährst du mehr über spannende Designs und ihre Hintergründe.